Carla – die Second Hand-Shops der Caritas

Im Rahmen unseres Praktikums durften wir aus der Gruppe Nachkauf die Carla Shops auch ganz aktiv kennenlernen. Eine durchaus bereichernde Erfahrung und zwar nicht nur für unsere Kleiderschränke, da sich das ein oder andere Schnäppchen nur schwer vermeiden lies und sich viele Gelegenheiten hierfür fanden. Bei bis zu 25h Arbeiten in der Sortierung war es auch möglich in den anderen Abteilungen mitzuhelfen.

Carla steht für Caritas Laden, diese sind zwar Teil der Caritas, werden aber nicht aus Spendengeldern finanziert. Stattdessen erwirtschaften die zahlreichen Carlas durch die Verwertung von Sachspenden selbst einen Überschuss und leisten so auch finanziell einen wertvollen Beitrag für andere Hilfsprojekte der Caritas. Die Caritas betreibt seit 30 Jahren Second Hand Geschäfte und vor kurzem wurde der 30. steirische Carla Laden in Bruck a.d. Mur eröffnet.

Abseits eines vielfältigen Waren- und Dienstleistungsangebots bieten die Läden auch einen sozialen und ökologischen Mehrwert. In den Läden und der Sortierung werden Transitarbeitskräften und langzeitarbeitslosen Menschen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeit geboten. Dies geschieht in Form von befristeten Dienstverhältnissen im Umfang von 3-9 Monaten, um diesen Personen anschließend einen leichteren Einstieg in den Arbeit zu ermöglichen. Auch in ökologischer Hinsicht leisten die Läden einen wertvollen Beitrag, vor allem zu den 3R’s: Reduce, Reuse und Recycle. Durch die Verwertung alter Produkte können sich nicht nur andere Leute über günstige Produkte freuen, sondern es wird auch die Umwelt geschont.

Kleiderspenden können direkt in den Shops oder über die Containersammelstellen der Carla-Läden vorgenommen werden. Für Möbel und ähnliches gibt es wiederum andere Abgabemöglichkeiten (z.B. Abholung). Anschließend werde alle Sachspenden einer genauen Überprüfung und danach den geeigneten Verwertungsmöglichkeiten zugeführt. Nicht nur Kleidungsstücke und Möbel werden sorgfältig überprüft, sondern auch Elektrogeräte, welche dann auch mit einer Garantie ausgestattet im Shop verkauft werden. Es gibt auch eine eigene Tischlerei wo Shopeinrichtungen für die Carla-Läden hergestellt und Möbel repariert werden.

Die Verkaufspreise werden ca. mit 1/4- 1/3 des Neupreises festgelegt. Sortierung und Verkauf erfolgen vor Ort, wodurch auch die Wertschöpfung in der Region bleibt. Carla deckt ca. 10% der Kleidersammelcontainerquote. Die sortierte Ware wird auch nach unterschiedlichen Qualitätsstufen sortiert. Die besten und schönsten Stücke landen in den Carla-Läden, andere werden an den Großhandel weiterverkauft. Diese werden zum größten Teil an Kleinkunden nach Bosnien, Kroatien und teilweise Serbien weiterverkauft, welche auch Second Hand Shops betreiben.

Das Besondere am Carla Netzwerk ist, dass wirklich für fast alles eine mögliche Verwertung gefunden wird, so z.B. auch für einzelne Schuhe oder nicht mehr verwendbare Kleidung.

Mehr Infos und alle Standorte lassen sich hier finden:
http://www.carla.at/

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